24.09.2026

Vertreibung und Neubeginn: Jugendliche aus Pirna und Pécs im Gespräch

Schülerinnen und Schüler aus Pirna und Pécs beschäftigen sich gemeinsam mit Vertreibung und Neubeginn. In Dresden sprachen sie über historische und aktuelle Fragen.

Am 24. September hatte ich im Maritim Hotel Dresden Gelegenheit, mich den Fragen einer ungarischen Schülergruppe aus Pécs und einer sächsischen aus Pirna zu stellen. Seit Januar arbeiten die Jugendlichen an einem gemeinsamen Geschichtsprojekt zu Vertreibung und Neubeginn. Geleitet wird es von der Aktion Zivilcourage gemeinsam mit der ZukunftErbe-Preisträgerin Dr. Katalin Gajdos-Frank.

Die Schülerinnen und Schüler waren sehr gut vorbereitet und sachkundig. So konnten wir intensiv darüber sprechen, wie die Vertreibungsereignisse in Sachsen aufgearbeitet werden, unter welchen Bedingungen Menschen eine neue Heimat finden und wie die DDR mit Vertriebenen umging. Auch Parallelen zu heutigen Kriegen und Fluchtbewegungen kamen zur Sprache.

Ihre Fragen gaben auch mir Anregungen für neue Projekte: Was interessiert junge Menschen? Auf welchen Vorkenntnissen können wir aufbauen? Und wie gelingt ihr Austausch über Ländergrenzen hinweg? Mein Eindruck aus dem Gespräch: Er funktioniert viel besser und offener, als wir manchmal glauben.

Im November werden die sächsischen Schülerinnen und Schüler nach Ungarn reisen. Mitte kommenden Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein. Ich bin gespannt, wie die Jugendlichen ihre Ergebnisse präsentieren und welche Schwerpunkte sie setzen.

Sollte noch inhaltliche oder materielle Unterstützung benötigt werden, möchte ich gern dazu beitragen. Beide Gruppen habe ich außerdem in den Transferraum Heimat eingeladen. Die Sichtweisen und Fragen der Jugendlichen können auch die Arbeit dort bereichern.

Vielen Dank für das Engagement und das große Interesse!

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