08.10.2026

Erinnerung bewahren: Besuch in Crostwitz

Beim Besuch in Crostwitz standen die Pflege des Ehrenmals für gefallene polnische Soldaten und die Unterstützung zweisprachiger Beschilderungen im Mittelpunkt.

Am 8. Oktober traf ich mich in meiner Eigenschaft als Koordinator für Kriegsgräberfürsorge und Polonia-Beauftragter mit Marko Klimann, dem Bürgermeister der sorbischen Gemeinde Crostwitz. Unser Treffpunkt war das Ehrenmal auf dem Fulkshügel. Es erinnert an die polnischen Soldaten, die bei den Kämpfen in der Region im April 1945 gefallen sind.

Das Denkmal bedarf einer Reinigung und kleinerer Instandsetzungsarbeiten. Am polnischen Adler sind Risse zu beseitigen. Auch eine ergänzende Informationstafel wäre wünschenswert. Jedes Jahr am 28. April kommen hier zahlreiche Gäste aus Polen zusammen, um der gefallenen Soldaten zu gedenken. Ich werde mich dafür einsetzen, dass zumindest die Schäden am Adler bis zur nächsten Gedenkveranstaltung behoben werden können.

Auch die Gedenkstätten für die Toten des Ersten und Zweiten Weltkrieges sowie der Friedhof zeigen, wie sorgfältig die Gemeinde mit der Erinnerung an ihre Kriegstoten umgeht.

Schon auf der Fahrt durch die sorbisch geprägten Nachbarorte fiel mir erneut auf, wie schön und gepflegt diese Gegend ist. Geschichte bleibt im Ortsbild sichtbar. Die Wegekreuze prägen die Landschaft und verweisen zugleich auf den gelebten Glauben.

Zur Geschichte von Crostwitz gehören auch die Besuche zweier späterer Päpste: Eugen Pacelli, der spätere Papst Pius XII., kam 1921 als Nuntius in die Gemeinde. Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II., besuchte Crostwitz am 28. September 1975 als Kardinal.

Im Anschluss tauschte ich mich mit dem sorbischen Servicebüro aus. Dabei ging es unter anderem um die Überlegung, örtliche Gewerbetreibende künftig bei der deutsch-sorbischen Beschilderung ihrer Geschäfte und Betriebe zu unterstützen.

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