ZukunftErbe-Preis für Kateřina Tučková
Der Sächsische Gedenktag in Reichenbach/O.L. verband Erinnerung und grenzüberschreitende Begegnung. Den ZukunftErbe-Preis 2026 erhielt die tschechische Schriftstellerin Kateřina Tučková.
In einer voll besetzten Kirche kamen am 20. September 2026 in Reichenbach/O.L. zahlreiche Gäste zum Sächsischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung zusammen. Der Landesvorsitzende Frank Hirche eröffnete die Veranstaltung. Der Gedenktag ist mittlerweile eine feste Tradition: Gottesdienst und Feierstunde, der Austausch auf dem Festplatz und das grenzüberschreitende Chöretreffen verbinden Erinnerung mit persönlicher Begegnung.
Die Festrede hielt der sächsische Kultusminister und Landtagsabgeordnete Conrad Clemens. Er unterstrich, wie wichtig es ist, Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung sowie den Zweiten Weltkrieg und seine Vorgeschichte auch künftig im Schulunterricht zu behandeln. Grußworte sprachen die Landtagsabgeordneten Franziska Schubert und Dr. Sven Eppinger. Beide brachten dabei auch Erfahrungen aus ihrer Familiengeschichte ein.
Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung des ZukunftErbe-Preises 2026 an die international renommierte tschechische Schriftstellerin Kateřina Tučková. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Zu ihren bekannten Werken zählt der Roman »Gerta. Das deutsche Mädchen«
Den mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis für eine besondere Übersetzungsleistung erhielt Iris Milde. Sie hat unter anderem »Gerta. Das deutsche Mädchen« ins Deutsche übertragen. Autorin und Übersetzerin waren persönlich anwesend. Die signierten Bücher waren schnell ausverkauft.
Ein herzlicher Dank gilt den mitwirkenden Chören sowie allen, die den Gedenktag vorbereitet und begleitet haben – insbesondere Claudia Florian und Henry Hufenreuter, in deren Händen die Organisation maßgeblich lag.
Das grenzüberschreitende Miteinander findet bereits seine Fortsetzung: Der Chor aus Goslawitz hat sich erneut für die Eröffnung der Krippenausstellung am 28. November 2026 im »Transferraum Heimat« angemeldet. Solche Begegnungen zeigen, wie der Austausch über Grenzen hinweg gelingt und auch junge Menschen erreicht.