14.09.2026

Gedenktafel für Karol Lipiński in Dresden enthüllt

Eine neue Gedenktafel am Dresdner Hotel de Saxe erinnert an den polnischen Geiger Karol Lipiński – und an die engen kulturellen Verbindungen zwischen Sachsen und Polen.

Als Polonia-Beauftragter des Freistaates Sachsen nahm ich am 14. September 2026 an der feierlichen Enthüllung einer Gedenktafel für Karol Lipiński am Steigenberger Hotel de Saxe in Dresden teil. Der polnische Geiger zählte zu den bedeutendsten Violinvirtuosen des 19. Jahrhunderts und war von 1839 bis 1861 erster Konzertmeister der Königlich-Sächsischen Hofkapelle.

Die Zeremonie fand am historischen Ort statt, auch wenn das damalige Gebäude nicht mehr steht. Mit dem heutigen Hotel de Saxe hat die Gedenktafel einen würdigen Platz gefunden.

Jan Tombiński, Geschäftsträger der Republik Polen in Deutschland, war eigens angereist. In seiner Rede würdigte er die vielfältigen Verbindungen zwischen Sachsen und Polen und die kulturellen Leistungen, mit denen beide die europäische Kulturlandschaft geprägt haben.

Auch heute verbindet uns viel mit unserem Nachbarland. Die wechselseitigen kulturellen Einflüsse bereichern unser Zusammenleben. Die polnischsprachige Gemeinschaft in Sachsen spielt dabei eine wichtige Rolle: Ihre Mitglieder pflegen diese Verbindungen und vermitteln zwischen beiden Ländern.

Die vielen Gespräche während der Veranstaltung zeigten mir erneut, welche internationale Anziehungskraft Sachsen mit seinen Kulturstädten Dresden und Leipzig besitzt. Zu meinen Gesprächspartnern gehörte auch Michael Ellis Ingram, der aus den USA stammende Chefdirigent der Staatsoperette Dresden. Er absolvierte einen Teil seiner musikalischen Ausbildung in Leipzig und wirkt seit der Spielzeit 2024/25 an der Staatsoperette.

Die Veranstaltung setzte damit nicht nur ein Zeichen der Erinnerung, sondern auch für die lebendigen kulturellen Beziehungen zwischen Sachsen und Polen.

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