Stilles Gedenken am 13. Februar
Am 13. Februar versammelten sich Vertreter von Landtag, Staatsregierung, Stadt Dresden und viele Bürger um 9 Uhr zum stillen Gedenken auf dem Nordfriedhof.
Der 13. Februar ist jedes Jahr ein Tag des Erinnerns, Gedenkens und Innehaltens. Die Vizepräsidenten des Landtages, Albrecht Pallas und Prof. Dr. Jörg Scheibe, sowie der Innenminister Armin Schuster und weitere Vertreter von Landtag, Ministerien, Stadt Dresden und ebenso viele Bürger versammelten sich 9 Uhr zum Stillen Gedenken.
Als Dresdner/Radebeuler und zugleich Koordinator für die Kriegsgräberfürsorge wie auch Beauftragter für die Vertriebenen und Spätaussiedler nehme ich seit Langem an dem Stillen Gedenken auf dem Nordfriedhof teil, wo insbesondere der hier bestatteten Einsatzkräfte gedacht wird. Viele Flüchtlinge wähnten sich in Dresden im Februar 1945 sicher, dem Schlimmsten entkommen.
Der Unterschied zwischen Ehren und Gedenken scheint mir dabei wichtig. Der Vizepräsident der Bundespolizeidirektion Pirna, Jörg Scheeser, erinnerte an die Toten von Polizei und Feuerwehr – heute unter dem erweiterten Begriff der Blaulichtorganisationen – sowie den Werdegang dieser Kräfte von der Weimarer Republik zur Gleichschaltung in der Zeit des Nationalsozialismus, zur Neugründung in den beiden deutschen Staaten bis hin zu deren Auftrag heute.
Besonders legte er auch die persönliche Verantwortung den Teilnehmern ans Herz: Wie hätte ich gehandelt in den Systemen? Die »Gnade der späten Geburt« (Günter Gaus, Helmut Kohl) ist für uns nicht nur einfach Glück, sondern bleibende Verpflichtung.