13.04.2026

Seidewinkel setzt ein sichtbares Zeichen des Gedenkens

Das sanierte Kriegerdenkmal in Seidewinkel erinnert an die Gefallenen und mahnt zum Frieden. Zugleich lenkt es den Blick auf Verantwortung, Pflege und Zusammenhalt vor Ort.

Am Montag, 13. April 2026, nahm ich als Koordinator für Kriegsgräberfürsorge an der Einweihung des sanierten Kriegerdenkmals im Ortsteil Seidewinkel der Gemeinde Elsterheide teil. Im Anschluss fand die Frühjahrstagung des Regionalverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt.

Solche Gedenkstätten erzählen mit den Namen der Gefallenen immer auch ein Stück Ortsgeschichte. Sie sind Teil der Gemeinschaft, werden in den allermeisten Fällen mit großer Sorgfalt gepflegt und prägen das Ortsbild. Seidewinkel macht dabei, wie viele andere Lausitzer Dörfer, einen einladenden Eindruck.

Es ist immer wieder ermutigend zu sehen, wie Fördermittel und der notwendige Eigenanteil vor Ort sichtbar Wirkung entfalten. Denkmäler wie dieses können Kriege nicht verhindern. Aber sie können die Lebenden mahnen und uns Anlass geben, über Krieg und seine Ursachen nachzudenken.

Diese Mahnung ist bedrückend aktuell. Auch heute gibt es wieder gefallene Soldaten. Sachsen hat für sie dankenswerterweise ein dauerhaftes Ruherecht geregelt; das ist ein Ausdruck der Wertschätzung des Staates für seine Bürger in Uniform.

Heimat in unserer demokratischen Gesellschaft ist auch das, was wir pflegen, schützen und verteidigen. Deshalb sollte die Frage eines überall geltenden dauerhaften Ruherechts bundesweit neu bedacht werden. Diesen Gedanken habe ich kürzlich auch in einer Videokonferenz gegenüber dem Wehrbeauftragten angesprochen.

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