Sächsischer Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung
Der Sächsische Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung hat sich zu einer festen Institution entwickelt.
Heute, am 21. September, wurde er zusammen mit einem tollen Chorkonzert sächsischer, tschechischer und polnischer Chöre in der St.-Johannis-Kirche in Reichenbach/OL mit über 400 Gästen begangen. Prof. Constanze Geiert, Staatsministerin der Justiz, hielt eine eindrucksvolle Festrede, in die sie auch die Geschichte ihrer Familie einflocht.
Die Bürgermeisterin Carina Dittrich und der tschechische Senator Jiří Vosecký sprachen Grußworte. Der mit 3.000 Euro dotierte ZukunftErbe-Preis der Stiftung Erinnerung Begegnung Integration 2025 wurde der Moderatorin und Schriftstellerin Peggy Patzschke für ihren Roman »Bis ans Meer« zuerkannt.
In dem Roman, der auf familiären Erfahrungen beruht, werden Flucht und Vertreibung eindringlich geschildert und auch die familiären Auswirkungen dieser Ereignisse thematisiert, die über Generationen hinweg bestehen bleiben, die Menschen prägen und ihr Handeln indirekt mitbestimmen. Die Waffen, so die Preisträgerin, richten sich auf Ziele und treffen Menschen.
Die vielen Begegnungen in der Pause und der Austausch unter den Chören zeigten, wie sehr wir grenzübergreifend denken und leben. Danke auch an den MDR, der über den Gedenktag berichtet hat.