20.08.2026

Ostdeutscher Kulturtag in Ellrich: Ein Fest der Erinnerung und Verbindung

Rund 200 Gäste feierten in Ellrich den Ostdeutschen Kulturtag mit Chören und Grußworten – ein lebendiges Zeugnis gemeinsam gepflegten Kulturerbes.

Am 20. August hatte der Landesverband der Vertriebenen Thüringen unter seinem Vorsitzenden Egon Primas zum Ostdeutschen Kulturtag nach Ellrich eingeladen – und die rund 200 Gäste erlebten eine anregende Veranstaltung. Unter ihnen waren Landtagspräsident Dr. Thadäus König, Justizministerin Beate Meißner und Landrat Matthias Jendricke sowie zwei Männerchöre und ein ukrainischer Chor.

Die Chöre interpretierten sowohl regionales Liedgut als auch Lieder aus den ehemaligen Heimatgebieten und erinnerten damit an regionale Bräuche und Begebenheiten. Über Parteigrenzen hinweg betonten alle Redner ihren Respekt vor den Leistungen der Vertriebenen und Spätaussiedler, die unser Land mitgestaltet haben und weiterhin mitgestalten. In den Grußworten wurde deutlich: Vertreibung ist und bleibt Unrecht – eine Maßnahme, die die Betroffenen erleiden mussten. Damit besteht ein signifikanter Unterschied zu anderen Ursachen von Migration.

Als Beauftragter des Freistaates Sachsen war ich zu einem kurzen Grußwort eingeladen und nutzte die Gelegenheit, auf unsere Stiftung Erinnerung, Begegnung, Integration mit dem Transferraum Heimat, vertreten durch den Vorsitzenden Henry Hufenreuter, sowie auf den Sächsischen Gedenktag am 20. September, 10 Uhr, in Reichenbach/Oberlausitz aufmerksam zu machen. Zudem regte ich an, dass sich der thüringische und der sächsische Verband künftig stärker vernetzen und solche Tage gemeinsam ausgestalten.

Insgesamt war es ein gelungener Tag mit vielen Anregungen auch für uns – ein Beleg dafür, wie lebendig unser Kulturerbe ist und wie es gemeinsam gepflegt wird.

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