29.05.2026

Lorenzkirch als Erinnerungsort an der Elbe sichern

Bei einem Vor-Ort-Termin in Lorenzkirch ging es um die Sicherung eines bedeutenden Erinnerungsortes zum Kriegsende entlang der Elbe.

Am 28. Mai stand in Lorenzkirch, Gemeinde Zeithain, ein bedeutender Erinnerungsort im Mittelpunkt eines Vor-Ort-Termins: das Haus Alte Salzstraße 22. Es erinnert ebenso wie Kreinitz an die Begegnung sowjetischer und amerikanischer Soldaten am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die bekannten Bilder dieses historischen Moments entstanden später in Torgau.

Im Mittelpunkt des Termins stand die Frage, wie der Erinnerungsort in Lorenzkirch gesichert und dauerhaft zugänglich gemacht werden kann. Erörtert wurde auch die Möglichkeit eines Museums ohne ständige personelle Besetzung. An dem Gespräch nahmen neben dem Referat Denkmalpflege des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung SMILSMIL die Eigentümer, der Bürgermeister sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger des Ortes teil.

Deutlich wurde, dass das Vorhaben einen regionalen Träger braucht, etwa einen Verein, der das Projekt verlässlich organisiert und begleitet. Mein Bereich könnte dazu vor allem inhaltlich beitragen, etwa mit Texten, Filmsequenzen, Zeitzeugeninterviews und Monitoren für die Vermittlung vor Ort.

Darüber hinaus richtet sich der Blick auf weitere Orte entlang der Elbe, die mit den Ereignissen des Kriegsendes verbunden sind. So soll geprüft werden, ob in Leckwitz bei Strehla eine Gedenktafel angebracht werden kann; dort soll es zur ersten Sichtung zwischen sowjetischen und amerikanischen Soldaten gekommen sein. Hierzu möchte ich noch Kontakt mit dem Bürgermeister von Strehla aufnehmen.

Lorenzkirch ist damit nicht nur Teil einer bedeutenden historischen Wegmarke vor den Bildern von Torgau. Der Ort besitzt auch darüber hinaus eigenes Gewicht – etwa mit dem Markt Anfang August und als Geburtsort des Physik-Nobelpreisträgers Prof. Dr. Wolfgang Paul.

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