Geschichte hautnah: Chemnitzer Gruppe besucht Knappenrode und das letzte Beiboot der Wilhelm Gustloff
Rund 30 Chemnitzer besuchten Knappenrode und das letzte Beiboot der Wilhelm Gustloff am Geierswalder See – mit großem Interesse an Ausstellung, VR-Technik und der Geschichte der Ansiedlung.
Rund 30 Besucherinnen und Besucher aus Chemnitz kamen am Samstag, dem 22. August, per Reisebus nach Knappenrode. Etwa zwei Stunden lang führte ich sie durch die Ausstellung der Energiefabrik Knappenrode, bevor es weiter zum Geierswalder See ging – zum letzten erhaltenen Beiboot der »Wilhelm Gustloff".
Besonders begeistert zeigten sich die Gäste von den VR-Brillen und den gezeigten Filmen. Auch die zahlreichen Rückfragen zu einzelnen Ausstellungsobjekten zeugten von großem Interesse – und von eigener Kenntnis der damaligen Geschehnisse.
Die Ausstellung wurde inzwischen um einen Zeitstrahl ergänzt. Er zeigt, wann und unter welchen Umständen Deutsche einst zur Ansiedlung in der Region bewegt wurden: Sie waren gewollt, um beim Aufbau der Landstriche mitzuwirken, erhielten Privilegien wie die Freistellung vom Militärdienst und galten als willkommene Siedler, nicht als Okkupanten. So wurden sie – wie viele andere Volksgruppen auch – Teil der jeweiligen Gesellschaft und entwickelten dabei eine eigene Identität.
Ein besonderer Dank gilt Alexander Schulz, der den Besuch samt Busfahrt organisiert hatte.