WIR SIND HIER: Bewegende Filmpremiere in der Görlitzer Synagoge
Die Premiere von »WIR SIND HIER« in Görlitz schlägt eine Brücke zur jüdischen Geschichte. Ein deutsch-polnisches Jugendprojekt, das im Rahmen der Gedenkwoche tief berührt und verbindet.
Am 23. Juni 2026 nahm ich im Kulturforum Görlitzer Synagoge an der Uraufführung des Films »WIR SIND HIER! Auf den Spuren der jüdischen Einwohner von Görlitz« teil. Es ist ein schöner Filmtitel mit einem zukunftsweisenden Klang. Ich freue mich sehr, dass ich dieses besondere Vorhaben unterstützen konnte.
Im Rahmen des »Mitzwah-Projekts« kamen Jugendliche aus Polen und Sachsen eine Woche lang in Görlitz zusammen, um gemeinsam die historischen Spuren jüdischer Einwohner der Stadt zu erforschen. Zur Premiere, die passend zur Gedenkwoche stattfand, reisten zahlreiche Nachfahren an. Geschichte wird durch diesen Film plötzlich ganz persönlich und zutiefst emotional.
Das Werk entreißt die vielen ehemaligen jüdischen Bewohner der Stadt, die fliehen mussten, vertrieben oder ermordet wurden, dem Vergessen und ehrt ihr Andenken auf bewegende Weise. Der Film ist für mich zugleich eine wichtige Erinnerung und er schafft wertvolle Verbindungen. Gleichzeitig macht die Dokumentation tief betroffen über die Untaten der Nationalsozialisten und das fatale Wegschauen der Gesellschaft. Die Frage »WARUM?« bleibt bestehen und wird uns wohl nie verlassen.
Wer die Premiere verpasst hat, kann sich den Film am 16. Juli um 22:10 Uhr im MDR ansehen oder ihn in der ARD Mediathek abrufen. Mein herzlicher Dank geht an dieser Stelle auch an Britta Walter von Open House Media.