21.04.2026

Jahresempfang des BdV: Erinnerung, Verständigung und Zukunft brauchen Verlässlichkeit

Beim Jahresempfang des BdV standen Erinnerung, Verständigung und Zukunft im Mittelpunkt. Auch Sachsens engagierter Umgang mit dem gemeinsamen Erbe fand Anerkennung.

Am 21. April bot der traditionelle Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen erneut eine wichtige Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Im Mittelpunkt standen dabei auch konkrete Vorhaben wie das anstehende Schlesische Musikfest in Görlitz. Unter den Gästen war zudem der künftige Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

BdV-Bundesvorsitzender Stephan Mayer MdB hob hervor, dass Erinnerung, Verständigung und Zukunft die tragenden Säulen der Arbeit des BdV bleiben. Zugleich machte er deutlich, dass diese Arbeit politische wie finanzielle Verlässlichkeit braucht – nicht zuletzt als Signal an Bund und Länder.

Großen Beifall erhielt Festredner Bundesinnenminister Alexander Dobrindt MdB. Er unterstrich, dass der BdV auch künftig der wichtigste Partner für die Themen Flucht, Vertreibung und Versöhnung sei. Seine Arbeit, so wurde deutlich, ziele darauf, Frieden in Europa mitzugestalten. Ebenso wurde hervorgehoben, dass die Anliegen der Vertriebenen und Spätaussiedler weder gestrig noch irgendwann irrelevant sind. Das gilt ausdrücklich auch für die besondere Geschichte der Spätaussiedler, für die weiterhin unzureichende Rentenregelung und für eine konstruktive Minderheitenpolitik als Ausdruck gelebter Demokratie. Geschichte lässt sich nur verstehen, und Zukunft nur tragfähig gestalten, wenn nicht vergessen, sondern Versöhnung ermöglicht wird. Vertreibung ist niemals ein legitimes politisches Mittel.

Als wichtiges Signal wurde darüber hinaus die Bitte des Bundesinnenministers an seine Kabinettskolleginnen und -kollegen gewertet, bei Auslandsreisen nach Möglichkeit die jeweilige deutsche Minderheit einzubeziehen und den Kontakt zu suchen. Gewürdigt wurde an diesem Abend auch die Rolle des Bundesbeauftragten und der Landesbeauftragten. In den Gesprächen wurde erneut positiv hervorgehoben, dass Sachsen beim Umgang mit dem gemeinsamen Erbe als Vorreiter wahrgenommen wird – etwa mit dem Gedenktag, der Bildungsstätte, dem Beauftragten und grenzüberschreitenden Preisen.

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