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Ukraine-Hilfe

Flagge der Ukraine © Daboost

Im Moment erleben wir in der Ukraine einen Angriffskrieg. Das ist menschenverachtend, das ist völkerrechtswidrig – so der Kanzler in der Bundestagssitzung am 27. Februar 2022.

In den folgenden Beiträgen informiert der Beauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler des Freitstaates Sachsen über Hilfeleistungen.

Erstorientierungshilfe für ukrainische Vertriebene jetzt in ukrainischer Sprache

Die Erstorientierungshilfe für Kriegsvertriebene aus der Ukraine, ist ins Ukrainische übersetzt und steht auf der Website des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Verfügung.  

Außerdem kann die Broschüre hier bestellt werden: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/39673

Mit Bestürzung hat das Bundesverwaltungsamt die eskalierte Lage in der Ukraine zur Kenntnis genommen. Die Durchführung des Aufnahmeverfahrens für Spätaussiedler der dortigen deutschen Minderheit ist sichtlich sehr erschwert. Das Bundesverwaltungsamt bittet Antragstellende aus der Ukraine sich bei konkreten Schwierigkeiten vertrauensvoll über die Telefon-Hotline +49 22899358-20255 oder per E-Mail an Ukraine-Friedland@bva.bund.de an uns zu wenden. Wir werden versuchen, Ihnen zu helfen. Informationen dazu stellt das Bundesverwaltungsamt in einem Merkblatt zur Verfügung.

Bildcollage aus zwei Fotos: Der Beauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler mit dem Busfahrer nach dem Beladen des Busses und abfahrender Bus
Bild 1: Der Beauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler mit dem Busfahrer nach dem Beladen des Busses und Bild 2: abfahrender Bus. 

Im Rahmen des Projektes »Bus-Brücke Deutschland-Ukraine« ist gestern, am 15. März 2022, gegen 9 Uhr ein Bus geladen mit Verbandsmaterial, Wasser, lange haltbaren Lebensmitteln sowie Hygieneartikeln vom Görlitzer Bahnhof in die ostpolnische Stadt Leżajsk gestartet.

Auf dem Rückweg wird in der 140 Kilometer weiter entfernten polnischen Grenzstadt Mircze ukrainischen Vertriebenen eine Transportmöglichkeit nach Deutschland angeboten – nach Bautzen bzw. Görlitz.

Es ist einer von sechs Bussen dieser Art, die diese Woche diese Tour fahren. Der sächsische Beauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler fördert diese Hilfeleistung. Lesen Sie dazu den nachfolgenden Beitrag.

Busbrücke, Anlaufstellen für Ukrainerinnen und Ukrainer in Dresden, Leipzig, Chemnitz und eine Förderung für das Eichendorffzentrum in Polen – der sächsische Beauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler Dr. Jens Baumann fördert verschiedene Projekte für ukrainische Vertriebene, die viele sächsische Spätaussiedler unterstützen.

Dr. Jens Baumann: »Den Spätaussiedlern, die aus vielen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu uns kamen und Teil unserer Gesellschaft sind, ist es wichtig, die Ukrainerinnen und Ukrainer zu unterstützen. Die verschiedenen Hilfsangebote – vor allem in Bezug auf das Übersetzen – gilt es innerhalb der Netzwerke zu koordinieren und zu unterstützen.«

Anlaufstellen für Ukrainerinnen und Ukrainer in Dresden, Leipzig und Chemnitz

Ab sofort gibt es in Dresden, Leipzig und Chemnitz – gemeinsam organisiert vom sächsischen Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler sowie dem Landesverband der Vertriebenen und Spätaussiedler – Anlaufstellen für ukrainische Vertriebene. An die Ansprechzentren, personell untersetzt mit Spätaussiedlern mit vorrangig russischen Sprachkenntnissen, können sich ukrainische Vertriebene wenden, u. a. um bei Behördengängen begleitet zu werden oder um allgemeine Fragen beantwortet zu bekommen – »auch um einfach nur mal ein nettes Gespräch zu führen«, so Dr. Baumann.

In Hoyerswerda gibt es ebenso ein solches Angebot. »Miete, Honorare und Fahrtkosten sichern wir ab«, sagt der sächsische Beauftragte für Vertriebene und Spätaussiedler. 

Anlaufstelle in Dresden in der Migrationsberatungsstelle für Erwachsene
Pfotenhauer Str. 22
Tel.: 0351 3114127

Anlaufstelle in Leipzig im Haus der Demokratie
Bernhard-Göring-Str. 152, Raum 211
Tel.: 0341 3065 230

Anlaufstelle in Chemnitz ist in der Begegnungsstätte der Vertriebenen und Spätaussiedler
Straße Usti nad Labem 161
Tel.: 0176 21283872

Anlaufstelle in Hoyerswerda in der Begegnungsstätte Transferraum Heimat
Werminghoffstraße 20, 02977 Hoyerswerda/OT Knappenrode
Tel.: 03571 605187

Weitere Informationen über die Anlaufstellen und aktuelle Förderprojekte lesen Sie bitte in der nachfolgenden Medieninformation.

Liebe Mitstreitenden,

im Moment erleben wir in der Ukraine einen Angriffskrieg. Das ist menschenverachtend, das ist völkerrechtswidrig – so der Kanzler in der Bundestagssitzung am 27. Februar 2022. 

Ich teile gern eine Information des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Prof. Dr. Bernd Fabritius, die jedem einzelnen von uns zeigt, was er, auch aus der eigenen Erfahrung mit Flucht und Vertreibung, tun kann:

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Präsidium,
liebe Freunde,
 
die Ereignisse der letzten Tage sind schrecklich und dürfen uns nicht sprachlos lassen. Deswegen habe ich die Ihnen bereits bekannte Stellungnahme des BdV veröffentlicht.
 
Inzwischen hat uns eine dringende Bitte um Unterstützung von der Selbstorganisation unserer Landsleute in der Ukraine, dem Rat der Deutschen in der Ukraine erreicht. Viele Landsleute versuchen, sich aus dem Kriegsgebiet zu retten. Flüchten können lediglich Frauen, Kinder und alte Menschen. Wehrfähige Männer dürfen das Land laut Berichten nicht mehr verlassen und werden zum Kriegsdienst eingezogen.
 
Die flüchtenden Frauen und Kinder sind auf ihrem Weg in die Sicherheit dringend auf Hilfe angewiesen. Als Beauftragter der Bundesregierung konnte ich die Anwendung eines allgemeinen Härtefallverfahrens für zuzugswillige Spätaussiedler-Bewerber anstoßen. Betroffene können ohne ein Aufnahmeverfahren im Herkunftsgebiet direkt in Friedland vorsprechen und mündlich dort einen Aufnahmeantrag stellen. Auf dem Fluchtweg bekommen unsere Landsleute unkompliziert  Unterstützung durch die gemeinsam mit der AGDM (Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten in der FUEN, Berlin) und unseren Partnerorganisationen in Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien sowie der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland (LmDR) organisierte Hilfe. Nottelefone sind rund um die Uhr besetzt; die Telefonnummern finden Sie z.B. unter https://agdm.fuen.org/.
 
Für konkrete Direkthilfe (z B. Benzingutscheine für flüchtende Landsleute und ihre Familien, deren Kartenzahlungsmittel ausgefallen sind / Bahnfahrkarten, die vor Ort von Helfern für die Flüchtenden gekauft werden) benötigen wir dringend und kurzfristig Geldmittel. Staatliche Gelder sind so schnell nicht zu organisieren. Ich habe daher mit dem LmDR-Bundesvorsitzenden, unserem Freund Johann Thießen, gemeinsam vorgeschlagen, eine Spendenaktion für zweckgebundene Spenden „Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine“ zu starten. Nach Prüfung durch die Bundesgeschäftsstelle ist dies rechtlich wegen der Zweckbindung unproblematisch und durch unsere Satzung abgedeckt. Eingeworbene Gelder würden ohne jeden Abzug zur Unterstützung unserer auf der Flucht hilfsbedürftigen Landsleute aus der Ukraine und ihrer Familien über unsere gemeinsame Hilfsaktion zu Gute kommen.
 
Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit unseren Partnerverbänden, den Organisationen der deutschen Minderheit in der Ukraine, in Polen, der Slowakei, Ungarn und Rumänien (wo Landsleute nach erfolgreicher Flucht zuerst ankommen) sowie der LmDR. Ich danke besonders der LmDR-Jugend, die sofort, kreativ und engagiert mitgewirkt hat.
 
In einem ersten Schritt werden wir über die sozialen Netze für die Aktion werben und in einem zweiten Schritt Anfang kommender Woche in Mail-Aktionen die Gliederungen, Verbände und Mitglieder informieren. Wir wünschen uns eine weite Streuung der Aktion. Wer jetzt schon spenden will:
Kontoinhaber: Bund der Vertriebenen
Commerzbank Bonn
IBAN: DE59 3804 0007 0111 7043 00
BIC: COBADEFFXXX
Verwendungszweck: Nothilfe für Deutsche aus der Ukraine
 
In der Hoffnung auf breite Zustimmung und Unterstützung
verbleibe ich mit besorgten Grüßen Ihr und Euer
 
Dr. Bernd Fabritius,
München/Berlin
 
BdV-Logo ohne Balken 2015 - 250
BdV – Bund der Vertriebenen
 
Godesberger Allee 72-74
53175 Bonn
Tel.: +49 (0)228 81007-30
Fax: +49 (0)228 81007-52
E-Mail: info@bdvbund.de
Internet: www.bund-der-vertriebenen.de

Und ich verweise auf ein weiteres Signal: die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat beschlossen, ihren diesjährigen Europäischen Karlspreis dem ukrainischen Staatspräsidenten zu verleihen. Viele kleine und große Schritte führen ans Ziel.

Und: auch mit Preisverleihungen kann man gute Politik machen – wir haben am 11. September zu unserem Gedenktag ebenso wieder die Wahl.

Bleiben Sie gesund, nehmen Sie Anteil und helfen Sie.

Mit herzlichen Grüßen bin ich

Ihr 
Dr. Jens Baumann

Viele Ukrainerinnen und Ukrainer sind aufgrund des Krieges in ihrer Heimat gezwungen aus ihrem Land zu flüchten. Sie fürchten um ihr Leben und bringen ihre Familie in Sicherheit. Viele Geflüchtete kommen momentan in Sachsen an. Wir wollen ihnen helfen und sie bei ihrer Ankunft unterstützen. Daher hat das Sächsische Sozialministerium ab sofort die wichtigsten Informationen für geflüchtete Ukrainer zusammengestellt.

 

Sonderausstellung »Ferne Nachbarn - Sachsen und Litauen«

Vom 18. Juni bis 25. September 2022 findet im Barockgarten Großsedlitz die Sonderausstellung »Ferne Nachbarn - Sachsen und Litauen« statt. Die Sonderausstellung widmet sich der Geschichte Sachsens und Litauens als Nachbarn im 18. Jhd.

Alles Wissenswerte erfahren Sie auf der Homepage des Barockgarten Großsedlitz.

 

Lausitzer Sorben bei der EUROPEADA 2022

Mannschaftsfoto der Sorbischen Auswahl © Domowina

2022 findet zum bereits vierten Mal die EUROPEADA, die Europameisterschaft der sprachlichen Minderheiten, statt. In diesem Jahr wird das Fußballturnier in Kärnten/Koroška (Österreich) abgehalten. Unter dem Motto »TOGETHER UNIQUE / SKUPNO ENKRATNI / GEMEINSAM EINZIGARTIG« treffen sich sich 20 Mannschaften neben dem Fußball auch zum kulturellen Austausch. Ein Teilnehmer dieser Veranstaltung sind die Lausitzer Sorben, welche mit einer eigenen Auswahl vor Ort sind. In Deutschland leben ca. 60.000 Sorben, davon etwa 40.000 in der sächsischen Oberlausitz.
In der Vorrunde spielte man dabei in einer Gruppe mit den Roma in Ungarn, den Zimbern (Italien) und den Pomaken (Bulgarien). In dieser Gruppe gelang es der sorbischen Auswahl sich an die Gruppenspitze zu setzen und für das Viertelfinale zu qualifiziern, wo man sich mit 3:1 gegen die Serben aus Kroatien durchsetzen konnte. Ein Tag später war dann aber gegen den Gastgeber Endstation. Denkbar knapp musste sich die sorbische Auswahl 0:1 geschlagen geben. Am Ende kann man stolz über den Gewinn der Bronzemedaille sein, der ersten Medialle für die Sorben bei der EUROPEADA.

Wir sagen herzlichen Glückwunsch.

Mehr Informationen zum Turnier gibt es auf der Homepage der EUROPEADA.

 

20. Juni 2022 – Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Zum heutigen »Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung« gedenken wir aller Opfer von Flucht und Vertreibung, insbesondere der Millionen deutschen Vertriebenen, die im 20. Jahrhundert aufgrund von Flucht, Vertreibung, Zwangsumsiedlung und Deportation ihre angestammte Heimat verlassen mussten. Das Leid der Menschen vermögen wir uns nicht vorzustellen.

Auch heute befinden sich weltweit mehr als 100 Millionen Menschen auf der Flucht. Die aktuellen Ereignisse rund um den Ukraine-Konflikt zeigen, dass die Erfahrungen der Vergangenheit leider nicht vor Wiederholungen schützen.

Umso beutsamer ist es, dass der Freistaat Sachsen die geschichtlichen Ereignisse aufarbeitet und zu vermittelt. Der Sächsische Landtag stellt dafür jährlich über 500.000 Euro bereit. 

Der Gedenktag wird seit 2015 bundesweit am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag, begangen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Facebook-Seite des Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler:

Zur Facebook-Seite des Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler

 

Entschädigungszahlungen in Rumänien für die Opfer des Kommunismus – dazu gehören politische Verfolgung, Verschleppung, Zwangsarbeit und Zwangsumsiedlung

Der Deutsches Rotes Kreuz – Landesverband Sachsen e. V. (DRK Sachsen) hat mitgeteilt, dass nach seiner Kenntnis Rumänien Entschädigungszahlungen für die Opfer des Kommunismus auf Nachkommen von Verschleppten und Deportierten ausgeweitet hat. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Schreiben des DRK Sachsen.

 

Aufruf der Beauftragten der Länder anlässlich des bundesweiten Nationalen Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Die Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler des Freistaates Bayern, der Länder Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und des Freistaates Sachsen rufen hiermit auf, am 20. Juni der Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsdeportation zu gedenken sowie insbesondere sich auch das Kriegsfolgeschicksal der Deutschen Minderheiten zu vergegenwärtigen. Alle diese Gruppen wirken daran mit, dass die Brücken in die alte Heimat heute zu festen Fundamenten guter und freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern werden können.

Als Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler des Freistaates Sachsen liegen mir damit grenzüberbrückende Projekte besonders am Herzen. So unterstütze ich eine Wanderausstellung des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit im Gleiwitz/Gliwice zu 75 Jahre Kriegsende, die im Rahmen des diesjährigen internationalen Schlesienseminars in Schloß Groß Stein (Kamien Slaski) eröffnet werden soll (voraussichtlich Ende Oktober). Des Weiteren wird es voraussichtlich im November gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut Warschau eine internationale Tagung zu eben diesem Thema in Warschau geben. Ebenso sollen das im Juli auszuschreibende Stipendium, eine erstmalige Preisverleihung und der nächste trinationale Schülerwettbewerb der Stiftung Erinnerung Begegnung Integration und des Landesverbandes der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz e. V. den Kontakt mit unseren östlichen und südosteuropäischen Nachbarn zu intensivieren helfen. Mit diesen und weiteren Initiativen soll der Aufruf mit Leben erfüllt werden.

 

75 Jahre Kriegsende: Wir erinnern an Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Osten

Liebe Heimatfreunde, sehr geehrte Damen und Herren,

in wenigen Tagen erinnern wir an 75 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges. Wir erinnern damit auch an die Schuld und das millionenfache unzählbare Leid, welches Nazideutschland über die Völker der Welt gebracht hat. Den Aufstieg unseres Landes als geachtetes und wirtschaftlich starkes Land innerhalb der europäischen und auch der weltweiten Staatengemeinschaft hätte damals niemand für möglich gehalten. Er ist Ausdruck des Lernens aus der Geschichte, von eigenem Willen und Können und der Hilfe von außen: von Ländern, die Nazideutschland erobern wollte – und die heute mit uns befreundet sind.

Die Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler des Freistaates Bayern, der Länder Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und des Freistaates Sachsen erinnern mit dem beigefügten »Aufruf« zugleich aber auch an das manchmal in Vergessenheit geratene Leid der Flüchtlinge, Heimatvertriebenen und Spätaussiedler. Wir verbinden dies mit der Hoffnung, dass auch diese Geschichte im festen Bewusstsein unseres Volkes bleibt und eine angemessene Berücksichtigung erfährt; nicht zuletzt haben gerade auch die Heimatvertriebenen und Spätaussiedler zur Entwicklung unseres Landes erfolgreich beigetragen. Sie haben gezeigt, wie man trotz Heimatverlust sich eine neue zweite Heimat aufbauen kann und wie die Brücken in die alte Heimat heute zu festen Fundamenten guter und freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern werden können.

Als Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler des Freistaates Sachsen habe ich daher einige Projekte auch ganz besonders befördert. So unterstütze ich eine Wanderausstellung des Hauses der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit im Gleiwitz/Gliwice zu 75 Jahre Kriegsende, die im Rahmen des diesjährigen internationalen Schlesienseminars in Schloß Groß Stein (Kamien Slaski) eröffnet werden soll (voraussichtlich Ende Oktober). Des Weiteren wird es voraussichtlich im November gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut Warschau eine internationale Tagung zu eben diesem Thema in Warschau geben. Auch der Sächsische Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung am 13. September wird diesem Datum ein ganz besonderes Gewicht beimessen. Nicht zuletzt sollen ein zukünftiges Stipendium, eine erstmalige Preisverleihung und der nächste trinationale Schülerwettbewerb der Stiftung Erinnerung Begegnung Integration und des Landesverbandes der Vertriebenen und Spätaussiedler im Freistaat Sachsen/Schlesische Lausitz e. V. hieran anknüpfen. Mit diesen und weiteren Initiativen soll der Aufruf mit Leben erfüllt werden.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Mai und hoffe mit Ihnen gemeinsam auf eine schrittweise Rückkehr in den Alltag und die Wiederaufnahme unserer Projekte und Begegnungen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Dr. Jens Baumann
Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler

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